Sardinien: Tag 4-8 - Crazy Restaurant, Segelboot + Analogdump

Sardinien: Tag 4-8 - Crazy Restaurant, Segelboot + Analogdump

Danach ging es erstmal in den Norden zur anderen Unterkunft. Für die erste Hälfte wollten wir ja weiter südlich bleiben und in der zweiten im Norden, da der Flughafen sich auch hier befindet und wir einen frühen Rückflug haben.

Die Landschaft ist ganz anders hier. Nicht unbedingt überraschend, weil die Insel hier deutlich erschlossener ist, aber davor waren wir wirklich im nirgendwo umgeben von Bergen und Wüste. Auch fällt nochmal auf, dass Sardinien schon noch sehr unberührt ist. Irgendwie schön.

Zuallererst muss ich aber von einem der kuriosesten Restauranterlebnisse erzählen: wir wollten auf jeden Fall noch einmal schön Essen gehen. Also suchten wir uns eine Osteria auf einem Weingut und reservierten für uns, drei Gänge inkl. Weinbegleitung für 60€ klingt doch super. Bewertungen auch gut. Wir hatten schon gelesen, dass es hier nicht langweilig sei. Und das fing schon bei der Anfahrt an.

Wir fuhren in Stockdunkelheit in die Weinberge, kein anderes Auto zu sehen. Dann kamen wir an einem verschlossenen Tor an. Annika klingelte, eine Roboterstimme sagte "Welcome, please enter" und das Tor ging auf. Fühlte sich ein bisschen wie The Menu an. Dann fuhren wir noch eine Weile und auf einmal standen dort etliche Leute in Abendgarderobe. Wir waren schon in leichter Panik, weil wir höchstens unsere feinsten Schlabberpullover ausgegraben hatten.

Aber alles gut. War nur eine Hochzeit, die auch dort feierte. Und ein Junggesellinnenabschied. Und wir.

Aber das ist wohl das Konzept des Ladens. Der Besitzer kam auch nochmal rum und sagte Hallo, er sprach auch sehr gut deutsch, denn er hatte wohl mal ein Restaurant in Berlin. Der Tisch war schon gedeckt und das Essen echt lecker. Danach ging es aber rund, inkl. Polonaise durch die Küche. Die Mutter vom Inhaber sang auch noch ein paar Lieder (konnte sie wirklich gut), der Inhaber sowieso. Und der DJ, weil der ist nicht nur DJ, sondern auch Sänger. Alleinunterhalter. Alles ein wilder aber lustiger Ritt, den wir so nicht erwartet hatten.

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Die nächsten Tage schlenderten wir noch ein wenig durch San Teodoro, einem niedlichen Städtchen in der Nähe.

Außerdem buchten wir uns noch eine Gruppentour auf einem Segelboot zu den kleinen Inseln Tavolara und Molara. Gesegelt wurde nicht, aber war trotzdem ganz sweet. Wir quatschten ein wenig mit dem Bootsführer und einem Paar aus den USA. Und ich werde auf jeden Fall nicht müde zu betonen wie krass blau das Wasser hier ist.

War ein super schöner Urlaub. Wir hatten wettertechnisch auch echt Glück, weil es noch so warm war (um die 25C tagsüber) und nachts schön kühl. Für Annika natürlich nicht ausreichend. Durch die Nebensaison war auch kaum was los und alles angenehm verschlafen. Leider regnete es am Tag nach unserer Abreise so doll, dass einige Orte auf Sardinien unter Überschwemmungen leideten 😥

Achso, Annika hatte auch noch die Rollei Analogkamera mit. Als Bonus gibt es davon noch ein paar Bilder aus alten und neuen Perspektiven, viele davon auch von Annika ❤️