Thailand: Tag 15-18 - Songkran 2569 auf Koh Samui
Auf Koh Samui haben wir für die letzte Woche ein Hotel in Mae Nam gebucht. Mit dem Speed-Katamaran fährt man in 30 Minuten von Koh Phangan rüber, also dieses Mal eine sehr entspannte Anreise.
Koh Samui wird oft als sehr touristisch beschrieben und das mag sicherlich auch zutreffen, aber auch hier scheint es ruhige Orte zu geben - Mae Nam ist einer davon. Der Strand, an dem unser Hotel liegt, ist mal wieder bildschön.



Auch hausen hier viele Katzen und Hunde, die meisten von denen sind sehr niedlich und scheinen es zu bevorzugen, nicht auf dem Boden abzuhängen. Verständlich.


Worauf ich mich jedoch schon sehr lange freue ist Songkran, die thailändische Neujahrszeremonie. Wir hatten das Glück in dem Zeitraum zu buchen und konnten es somit miterleben. In Thailand ist nämlich eigentlich das Jahr 2569 (Buddhist Era, BE), weil der thailändische Kalender früher anfängt, da im Jahr 0 der Buddha gestorben ist, nachdem er endlich das Nirwana erreicht hat.
Songkran (ausgesprochen: Song-graan) ist das traditionelle thailändische Neujahrsfest, das vom 13. bis 15. April gefeiert wird. Es ist bekannt als das größte Wasserfest der Welt, bei dem symbolisch das vergangene Jahr weggewaschen wird, um Reinigung, Neuanfang und Glück zu bringen. Es ist eine Zeit der Familie, des Respekts und ausgelassener Wasserschlachten.
Schon am Abend davor wurden wir vom Hotel mit Wasserpistolen ausgestattet. Außerdem wurden wir zum Frühstück mit einer weißen Kalkpaste im Gesicht eingeschmiert, die traditionell kühlt und vor Sonne schützt, aber beim Songkran auch eine Art Segen für das neue Jahr ist. Soweit erstmal ganz sweet.

Als wir dann in Richtung Zentrum fuhren wurde erkennbar, warum hier von einer Wasserschlacht gesprochen wird. Als allererstes kamen uns zwei andere Gäste auf einem Roller entgegen, die wirklich komplett tropften und uns mental schonmal darauf vorbereiteten. Und dann ging's rein: selbst in unserem Dorf warteten überall Leute mit Wasserpistolen und Eimern, um sich eine Dusche abzuholen. Zusätzlich konnte man sich einen Patscher Paste ins Gesicht schmieren lassen, manchmal auch gefärbt oder mit Duft. So ging es überall, dazu Laute Musik und tanzende Menschen. Ich fand's richtig cool, vor allem weil die Locals und Touris kurz alle Distanz abgelegt haben und einfach nur Spaß hatten.
Dementsprechend sahen wir am Ende auch aus. Mir hat es sehr gefallen und es ist ein weiteres Highlight dieser Reise.
