Thailand: Tag 18-22 - Die letzten Tage
Die letzten Tage auf Koh Samui waren noch sehr gemütlich. Wir haben hauptsächlich am Strand oder Pool entspannt und die Sonne genossen und Abends haben wir uns durch die thailändische Küche gegessen.
Uns ist aufgefallen, dass alles ziemlich leer wirkt obwohl immer noch Hochsaison ist. Als wir bei uns im Ort Abendessen waren kamen wir ein wenig ins Quatschen mit dem Besitzer des Restaurants, welcher sagte, dass durch den Krieg momentan der Tourismus in einer Krise ist. Für ihn schon die zweite nach COVID. Damals musste er sogar sein Hotel schließen. Da für Thailand der Tourismus eine wichtige Einnahmequelle ist schmerzt das wohl sehr und es klang nach einer nicht so einfachen Karriere 😕 Außerdem erzählte er, dass er bereits mit 13 vom Land nach Bangkok gezogen ist um dort Geld zu verdienen - wohlgemerkt alleine. Krass!
Gestern wollten wir noch zum Viewpoint laufen. Von dort hat man eine schöne Sicht auf die Bucht, aber Annika brauchte erstmal ihren täglichen Papaya Salat.

Der Ausblick war tatsächlich sehr lohnenswert. Am unteren Ende der Bucht wurde noch geangelt und so ist ganz zufällig eins meiner Lieblingsfotos aus diesem Urlaub entstanden.


Ausblick auf die Mae Nam Bucht
Zum Abend hatten wir noch einen Ausflug ins Fisherman's Village geplant, kann man sich aber sparen finden wir. Wir wurden vom obigen Restaurantbesitzer schon vorgewarnt, dass es sehr touristisch sei, aber das war wirklich eine herzlose und hart überlaufene Promenade. Wir waren aber auch hauptsächlich in ruhigen Orten und so fiel es vermutlich nochmal stärker auf. Naja, immerhin nochmal was von der Insel gesehen und auf dem Roller sich die Haare durchpusten lassen.
Songkran wird immer noch gefeiert. Direkt neben unserem Hotel ist ein Tempel und daneben wurde eine Konzertbühne aufgebaut. Als wir nach Hause kamen, waren wir eigentlich schon sehr müde, aber wir wollten uns es auch nicht entgehen lassen mal zu gucken, wie hier so gefeiert wird. Hat sich gelohnt. Fühlte sich ein wenig an wie ein Dorffest bei uns und war sehr sweet.

Ein paar Leute haben getanzt. Wir haben uns hingesetzt und erstmal zugeschaut, wurden dann aber von einer lieben Thailänderin aufgefordert mitzudancen und das konnten wir natürlich nicht ablehnen. War nochmal eine schöne Erfahrung. Dann lief auch nochmal Zombie von den Cranberries und ab ging's.
Der Typ von der Band links scheint kurz ebenfalls von der Situation überfragt zu sein 😄
Die Tänzerinnen waren irgendwie ein lustiger Kontrast zu der Musik, aber plötzlich fing eine von denen an zu singen und hat das auch noch gemeistert.
Nach ein paar Songs war dann Schluss, war auch schon Mitternacht. Wir verabschiedeten und bedankten uns bei der Frau die uns zum Tanz motiviert hat und gingen Heim. Schöne Wende dafür, dass wir eigentlich schon im Bett sein wollten uns eine weitere liebgewonnene Erinnerung.
Heute ging es dann zurück nach Bangkok und morgen früh nach Hamburg. Koh Samui hat übrigens einen interessanten Airport: er ist komplett offen, also ohne Wände und es fühlt sich an, als würde man durch ein kleines Dorf laufen mit Anbindung an ein Rollfeld und Flugzeugen. Irgendwie witzig.


Koh Samui Airport
Drei sehr schöne Wochen waren es! Thailand hat echt viel zu bieten und auch wenn man natürlich nur kleine Erfahrungen mit der Kultur auf so einer Reise machen kann, so möchte ich doch gerne ein bisschen was von der Herzlichkeit und Gegenwärtigkeit der Leute mitnehmen, auf die wir getroffen sind.